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Ein Co-Design-Space für Rivva

Ich baue gerade einen neuen Raum: einen kleinen Co-Design-Space zum Nachdenken, Skizzieren und Bauen, zum Mitgestalten und Diskutieren. Eine Mischung aus gemeinsamem Denken (Wiki) und fokussierten Gesprächen (Forum).

Ich will Rivva noch mal konzeptionell neu aufstellen — mit Ideen und Feedback aus der Community. Der Space richtet sich an alle, die Rivva unterstützen oder unterstützt haben (Steady oder PayPal).

Wenn du darauf Lust hast, schreib mir kurz an rivva@frankwestphal.de (gern mit ein paar Sätzen oder Ideen). Ich schicke dir dann zum Start (Anfang Juni) deinen Zugang.

#rebuild

Ich entwickle Rivva gerade weiter: hin zu etwas Persönlicherem. Bisher war es vor allem eine gemeinsame Startseite. Künftig wird es stärker zu deinem Rivva: ein Ort, den du auf dich zuschneiden kannst. Mit neuen Funktionen und ein paar Mikro-Apps.

Die Weiterentwicklung findet nicht mehr unsichtbar statt, sondern gemeinsam mit euch, die ihr Rivva möglich macht. Dafür öffne ich einen eigenen Community-Bereich. Dort entstehen neue Funktionen, dort wird ausprobiert, verworfen und verbessert — direkt im Austausch. Wenn du Rivva unterstützt oder unterstützt hast, kannst du Teil davon sein.

Der anonyme Briefkasten wird damit überflüssig und schließt bald. Lieben herzlichen Dank für euer wertvolles Feedback.

In Entwicklung:

Zehn Cent

Rivva wird nicht eingestellt. Ich baue ein zweites.

Ich versuche noch zu verstehen, wo genau es schief gelaufen ist.

Viele haben meinen letzten Text wohl so gelesen,
als würde Rivva bald eingestellt.

Das ist nicht der Fall.
Rivva läuft weiter, so wie bisher.

Ich entwickle es lediglich in zwei Richtungen weiter:
ein stabiles altes Rivva ohne große neue Funktionen
und ein neues Rivva mit erweitertem Funktionsumfang.

Ich stelle nichts ab.
Ich stelle das Projekt neu auf.

Das neue Rivva startet konzeptionell auf der grünen Wiese
und bringt, was immer fehlte: Blogsuche und persönliches Login.

Ich habe in all den Jahren mit Rivva viele Fehler gemacht.
Trotzdem habe ich immer versucht, das Richtige zu tun,
mit Integrität und Idealismus zu handeln.
Auch dann, wenn es für mich selbst zum Nachteil war.

Wenn ich jetzt das Vertrauen gebrochen habe,
dann tut es mir unendlich leid.

Meine Kommunikation ist sicher verbesserungsfähig, daran arbeite ich.

Ich hoffe einfach, dass die meisten die Notwendigkeit verstehen
und diesen Schritt mitgehen.

Denn es gibt wirklich genug Menschen, die Rivva jeden Tag aufrufen.

Rechnerisch hätten zehn Cent pro Tag ausgereicht.
Und doch …

Einen Aggregator zusammenzuhacken ist nicht schwer.
Einen, der 19 Jahre lebt, schon.

Im Fediverse las ich neulich:
„Wir werden solche Seiten noch vermissen.“¹

¹ Leider nicht als Lesezeichen gespeichert,
danke dennoch an den unbekannten Autor.

Wer möchte, kann Ideen oder Kritik in meinen anonymen Briefkasten werfen.

Das Feedback ist nicht öffentlich, nur für mich lesbar.
Vielen Dank.

Teilhabe für Teilhabe

Eine Zäsur.

Ich habe beschlossen, Rivva wie es ist einzufrieren.¹

Das alte Rivva läuft weiter und bleibt offen.

Aber die Weiterentwicklung richtet sich künftig an die Menschen,
die die tägliche Arbeit daran überhaupt ermöglichen.

Wer das Projekt mitträgt und mir die Brötchen zahlt,
soll auch mehr davon haben.

Ich habe versucht, Rivva gemeinschaftlich zu finanzieren.
Sieben Jahre lang, auf den Tag genau.

Dieser Versuch in dieser Form ist gescheitert.

¹ „Einfrieren“ bedeutet: stabiler Betrieb, keine neuen Funktionen.
Update 1.2.2026: Begriffsklärung ergänzt.

Update 2.2.2026: Missverständnisse eingeräumt, siehe Teil 2

Die Schleife war die Nachricht

Ein Logbucheintrag außerhalb der Zeit.

Ich wollte wissen, ob man eine Geschichte erzählen kann, ohne sie zu erzählen. Ob man eine Welt bauen kann, die nur sichtbar wird, wenn man sich nicht frontal auf sie zubewegt.

So entstand die Story um ein fiktives Forschungsboot mit echtem Kurs: nicht vorwärts, sondern kreisend, nicht linear, sondern lemniskat – ein Schiff, das durch Zeit und Bedeutung zugleich driftet.

Für 24 Ausgaben schipperte es – im Wochentakt, mit Routine, Drift, Stille, Störung. Ein Linkblog als Newsletter. Aber auch: eine verkleidete Geschichte.

Die Metastruktur war von Anfang an spielerisch angelegt: Jede Ausgabe kein Kapitel, sondern ein Sektor in einem größeren Textkörper. Lesende würden zu Archäologen, die in Fragmenten graben, Leerstellen interpretieren, Muster rekonstruieren. Ein Newsletter, der sich wie ein verlassenes Forschungstagebuch las – oder wie ein Artefakt einer Netzepoche, die längst zu verschwinden droht.

In der achten Ausgabe hieß es: „Seit Stunden fahren wir die Acht.“ Ich schrieb das ohne Absicht – aber rückblickend war es der Moment, in dem sich alles drehte. Etwas darin resonierte, wie ein Echo, das unerwartet zurückkommt.

Ich begann, die Oberfläche zu perforieren.
Versteckte Links.
Unsichtbare Anker.
CSS-Fragmente, die erst sichtbar wurden, wenn man zurückkehrte.
Aleatorische Verzweigungen.
Zufallsschleifen.
Kleine Textadventure-Einsprengsel.
Ein fädenziehendes System, das Bedeutung im Zusammenspiel mit der Leserschaft webt – wie Ariadnes roter Faden als Leitspur durch das Labyrinth der Texte.

Dann ließ ich eine Ausgabe (#13) ausfallen. Auch die Lücke wurde Teil der Geschichte.

Mit der Zeit zerfaserte die Crew: die Funkerin rief ins Nichts, der Bordroboter loggte lückenhaft, Stimmen lösten sich auf. Die Crew wurde zur Metapher für die vergessenen Stimmen kleiner Internetprojekte, die im Rauschen untergehen. Stille wurde Erzählstrategie, eine weitere Textschicht. Ich stieß an ein zentrales Problem: das der Rezeptionstiefe in einer Welt voller Scrollmüdigkeit und Ablenkung. Es wurde der Storyteil, an dem die Crew brach.

Jetzt, zur letzten Ausgabe, kann ich es sagen:
Dieser Newsletter war ein literarisches Experiment.
Ein Cybertext in Tarnung.

Ein Instrument zur Erkundung der Resonanz.
Eine Schleife, aus Worten gebaut.

Vielleicht warst du unter den wenigen, die einen Anker gefunden haben. Vielleicht hast du gespürt, dass etwas unter der Oberfläche schwimmt.

Dann danke ich dir.
Du hast die Lemniskate berührt.
Du hast gelesen, was nicht ausgeschrieben war.
Du hast gespürt, dass das Echo selbst das Signal ist.

Ich höre hier auf.
Nicht aus Enttäuschung, sondern weil die Lemniskate geschlossen ist.

Sie beginnt dort, wo sie endet.
In der achten Ausgabe.
In der stillen Mitte.

Die Schleife war die Nachricht.

Wer die Route noch einmal nachzeichnen möchte:
Im Archiv liegen alle Ausgaben – mitsamt den verborgenen Ankern.

Eine Mischung aus persönlichem Making-of, theoretischem Unterbau und praktischen Tipps gibt es hier: Zwischen Hypertextroman, Cybertext und Newsletter.

Was auch fehlt: eine funktionierende Blogsuchmaschine

Ein Projektvorschlag zum Mikro-Crowdfunding einer neuen Blogsuche.

Daypop, Blogdex, Feedster, Technorati, Bloglines, PubSub, BlogPulse, IceRocket, Google Blog Search, Rollyo, Ask Blogs, Tailrank, SLUG, Sphere, Blogscout, Blogato, Wikio Blogs, Twingly.

Blogsuchmaschinen: Sie waren einst Portale zur lebendigen Blogosphäre. Wer in den 2000ern ein Blog hatte, fand Leser:innen. Wer gerne las, fand neue Stimmen. Sie halfen, Relevanz zu entdecken, Resonanz zu spüren – und machten Verbindungen sichtbar.

Heute fehlen diese Werkzeuge. Google bevorzugt längst andere Formate. Das Netz ist fragmentiert. Das offene, vernetzte Web war nie weg – es ist bloß aus dem Sichtfeld geraten. Es fehlt eine Suchmaschine, die sich wirklich für Blogs interessiert.

Deshalb möchte ich sie bauen. Eine Blogsupersuchmaschine – smart, funktional, unabhängig. Essenzielle Infrastruktur, um neue Blogs zu entdecken, thematisch passende Beiträge zu finden, die Vielfalt der Blogosphäre wieder sichtbar zu machen, sich zu vernetzen. Und wer hier in den letzten Jahren mitgelesen hat, ahnt schon den Twist:

Ich suche Unterstützung. Das Projekt soll gemeinschaftlich finanziert werden – über Mikro-Crowdfunding. Steady statt Kickstarter.

150 Neu-Abos zu 5 € im Monat wären ein Segen zur nachhaltigen Finanzierung. Wer das Projekt möglich macht, bekommt exklusiven Zugang zur Blogsuche – so lange die Mitgliedschaft läuft.

Als Dankeschön: Early Access. Ein privates Forum für Ideen, Wünsche und Feedback. Später: Ein persönlicher Feed, der zeigt, wer dein Blog verlinkt. Und ja: Der Zugang bleibt exklusiv für die Crowd, die ihn möglich macht. Wer schon 5+ €/Monat unterstützt, ist natürlich automatisch dabei.

Warum jetzt? Weil das Web sich gerade neu sortiert. Viele verlassen soziale Plattformen, schreiben wieder Blogs oder Newsletter. Müdigkeit gegenüber Plattformlogiken trifft auf wachsendes Bedürfnis nach unabhängigen, authentischen Inhalten. Es entstehen neue Räume. Was fehlt, sind Tools, um sie zu finden. Die Technik dafür ist heute besser als zu Technorati-Zeiten. Die Chance ist da, alte Ideen neu zu denken – kleiner, klüger, gemeinschaftlicher.

Mein Angebot steht: Ich baue dir eine Blogsuchmaschine – wenn du mir eine baust. Klingt fair? Dann an Bord mit dir.

👉 Suchoperator:in der ersten Stunde werden

Tipp: Wählt die monatliche Mitgliedschaft (Schalter über dem Paket) – so bleibt ihr flexibel, falls das Finanzierungsziel (150 neue Abos) nicht erreicht wird.

Oder per PayPal – bitte mit dem Vermerk „Blogsuche“, damit du dein Login bekommst später.

Danke für den Rückenwind! ⛵️

Leinen los für den Rivva-Newsletter!

Ab nächster Woche gibt’s Rivva auch per Flaschenpost – na gut, per E-Mail. Die <Anker> Ausgabe spült euch jeden Freitag das Treibgut der Woche direkt in die Inbox: Keine Kommentare, kein Klimbim – nur Links.

👀 Vom Bot entdeckt, von Hand verlesen.

📌 Sortiert nach Kategorien und den Hashtags der Woche.

💌 Kostenlos abonnierbar bei Steady.

Für alle, die lieber einmal die Woche den Anker werfen, statt ständig durch die Fluten zu paddeln. Klingt gut?

Willkommen an Bord!

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(Kein Steady-Account erforderlich.)

Eure E-Mail-Adresse bleibt selbstredend unter Deck und Fach – kein Spam, kein Handel, kein Flaschenpost-Schwarzmarkt. So sicher wie der Kiel unterm Schiff.

Haltet Rivva über Wasser!

Seit 18 Jahren trotzt Rivva den Stürmen des Internets, kreuzt durch die Strömungen der Nachrichtenflut und hält den Kurs auf Qualität. Doch der Wind hat nachgelassen, die Vorräte schwinden – und ohne eure Hilfe droht das Schiff auf Grund zu laufen.

Die Lage an Bord

Rivva war nie ein luxuriöser Ozeanriese mit Sponsoren an Deck. Kein Medientanker mit eigener Crew. Sondern ein kleines, wendiges Segelboot auf großer Entdeckungsreise – unabhängig und frei.

Doch die Strömung hat sich geändert. Die alten Handelsrouten sind versiegt. Die Seekarten, die einst verlässliche Wege zeigten, taugen nicht mehr. Jetzt liegt es an euch, ob die Reise weitergeht oder ob der Anker fällt.

Setzt die Segel – so haltet ihr Rivva auf Kurs

⛵ Steady – ein fester Platz in der Crew!
Regelmäßige Unterstützung sichert den Proviant und hält das Schiff auf Fahrt.
→ Jetzt anheuern!

🛟 PayPal – die leere Bordkasse auffüllen!
Ob große oder kleine Spende – jeder Tropfen hilft, Rivva über den Horizont zu heben.
→ Jetzt eine Münze in die Bordkasse werfen!

📡 SOS aussenden!
Teilt Rivva mit anderen Seefahrern, werft Flaschenpost aus, lasst die Welt wissen, dass hier noch ein Leuchtturm brennt.

🧭 Neu an Bord? Noch nicht sicher, wohin die Reise geht?
Werft einen Blick ins Logbuch & Seekarten (FAQ) – dort erfahrt ihr alles über Rivva, seine Mission und warum es eure Unterstützung braucht.

Danke an die treue Crew!

Seit fast zwei Jahrzehnten hält Rivva sich auf See. Nicht wegen Werbung, nicht wegen Investoren – sondern wegen euch. Ihr seid die Crew, die Rivva sicher durch unruhige Gewässer bringt. Und mit etwas Glück und Rückenwind bleibt es auch dabei.

Ahoi und danke, ihr mutigen Seeleute! ⚓💙

Danke!

Ohne euch gäbe es Rivva längst nicht mehr – Zeit, Danke zu sagen! (2. Version: überarbeitet für mehr Klarheit)

Hallo zusammen!

Viele von euch unterstützen mich seit Jahren über Steady – die meisten sogar schon seit meinem ersten Spendenaufruf 2019. Dafür: Vielen lieben Dank!

Aber die Zahlen werden immer kleiner. Nur ein harter Kern von 78 Fans hält Rivva noch am Laufen. Deshalb heute mein Aufruf an euch:

Ich will Rivva nicht nur erhalten, sondern verbessern – es gibt so viel zu tun! Ich will noch mal die beste Version von Rivva programmieren. Wieder experimentieren. Schauen, was möglich ist. Doch das geht nur, wenn ich mich eine Zeit lang voll darauf konzentrieren kann – und dafür brauche ich eure Unterstützung.

Ich habe Rivva damals für mich selbst gebaut – weil ich wissen wollte, was im Netz passiert. Aber Software verändert sich, sobald andere sie nutzen. Sie bekommt ein zweites Leben. Eines, das nicht mehr nur mir gehört, sondern euch allen.

Die letzten zwei Jahre konnte ich mich kaum um den Code kümmern (erst wegen Umzug und Wohnungssanierung, dann wegen längerer Krankheit). Jetzt sitze ich wieder dran. Ich will Rivva besser machen als je zuvor. Aber ohne finanzielle Unterstützung kann ich mir diese Zeit nicht nehmen.

💙 Wie ihr helfen könnt – und wie es finanziell um Rivva steht –, erfahrt ihr auf der neuen Unterstützer-Seite.

Wenn Rivva eines bewiesen hat, dann Durchhaltevermögen. 18 Jahre sind kein Zufall – sondern Ausdauer. Der Mäander in meinem Logo steht genau dafür: Wasser findet immer seinen Weg.

Dort, wo der Spenden-Banner war, kommt bald ein Login-Link. Die erste App ist ein kleines Dankeschön für alle, die Rivva nie abgeschrieben haben. Vielleicht bist du ja auch dabei.

**Danke**

KI-Crawler? Zugriff verweigert!


Webstatistik: Wie viele Webdomains verwehren den neuen Webcrawlern jeglichen Besuch ihrer Seiten?

Heute kucken wir uns mal 150.000 robots.txt-Dateien an: Mich interessierte im Detail, wer die "KI-Crawler" von GPT, Common Crawl, Google und Apple eigentlich überhaupt noch auf seine Website lässt.

Dass mittlerweile fast alle Nachrichtenseiten die GenAI-Bots aussperren, hatte ich ja schon vorletztes Mal über Common Crawl gepostet. Dass offenbar aber generell eine starke Gegenwehr auf dem Weg ist, die eigenen Webinhalte vor der Verwertung durch generative KIs zu schützen, verdient eine zweite, tiefere Betrachtung.

Zum Vorhaben:

Das Ergebnis (mit Startpunkten der User-Agent-Kennungen in Klammern):

Anschließend habe ich die Liste nochmal auf Rivva-Quellen eingeschränkt (~10.000 Domains):

7,2 Prozent ist eine Menge! Color me intrigued…

 

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