Seit September wird eifrig Rivvas Twitter-Agent getestet – vielen Dank an meine hilfsbereiten Alpha-Tester! Das Feedback ist fair, netzwertig, YuccaTree Post und Markus Bertling haben schöne Reviews geschrieben.
Eine Funktion hat den Nerv der Zeit dabei ganz besonders getroffen: "Buzz" überträgt das Rivva-Prinzip auf die eigenen Twitter-Freunde und filtert so den aktuellen Nachrichtenstrom durch die Empfehlungen aus dem persönlichen Netzwerk.
Und weil dieser Filter schon relativ gut funktioniert, möchte ich diese einzelne Funktion ab heute einem größeren Nutzerkreis zur Verfügung stellen. Ob die restlichen Sachen folgen werden bzw. was mit dem "alten" Twitter-Agent geschehen wird, keine Ahnung. Marissa Mayer hat mir mal Don't kill Projects, morph them beigebracht.
Wie geht es also weiter? Alle jetzigen (und ebenso die nachkommenden) Nutzer erhalten nacheinander drei Einladungscodes … solange mein Server das mitmacht.
Ach, und damit möglichst viele was davon haben, sollen diese Empfehlungsseiten von Anfang an öffentlich sein (und noch hübsch katalogisiert werden). Den Anfang macht @rivva selbst.
Und damit der Ball schnell ins Rollen kommt, verjubel ich unter den Kommentaren noch mal zehn Einladungen. Im Gegensatz zu anderen Twitter-Clients funktioniert Rivva besser, je mehr Leuten man folgt. Je mehr Twitterer aber mitmachen, desto besser werden die Ranking-Signale.
Seit einer Ewigkeit rede ich davon, dass Rivva sozial und personalisierbar werden müsste. Heute möchte ich eine kleine Vorschau der aktuellen Entwicklung geben.
Im ersten Schritt wird Rivva einen Twitter-Aggregator bekommen.
Warum yet-another? Aus der Frustration, dass nahezu alle Twitter-Clients auf dem Intelligenzstadium eines dummen Email-Clients stehen geblieben sind.
Als Erstes wollte ich zum Beispiel eine hilfreiche Vorab-Info, worauf ich eigentlich klicke, wenn ich einen Link öffne. Deshalb expandiert Rivva alle getwitterten URLs zu einer lesbaren Titel-Vorschau:

Als Nächstes wollte ich gerne die Rivva-Stats direkt inline sehen können:

Die verlinkten Inhalte sollten leicht zu scannen sein, den Tweets jedoch nicht im Weg stehen. Daher habe ich sie in die Marginalienspalte gerückt:

Für den schnellen Überblick habe ich die Rivva-typische Top-News-Seite personalisiert. Was hier auftaucht, wurde bereits durch den persönlichen Kreis von Twitterern, denen man selbst folgt, gesiebt:

An weiteren Filtern habe ich fertig: meist-verlinkte URLs, Videos, Fotos, häufigste Retweets, gefavte Tweets, aktuelle Hashtags und Tweets dazu. Natürlich immer am eigenen sozialen Graphen aufgehängt:

Das Meiste hab ich vor meinem Urlaub mit heißer Nadel gestrickt und mich zunächst auf die Geschichten konzentriert, die im Fokus von Rivva liegen. Twittern, Retweeten, Fav'en, Followen/Unfollowen … das alles sucht man noch vergeblich.
Doch gerade weils so tief in Alpha steckt: Ich brauche Anwenderfeedback.
Zehn Einladungen an enge Rivva-Freunde gehen die Tage raus, zehn Weitere verlose ich in den Kommentaren. Danach gibts nur noch Einladungscodes von schon Eingeladenen.
Nächster Schritt: mehr Filter und Recommendation Engine.

Kurz vorgestellt:
Die Suche ist ab jetzt zeitlich filterbar und liefert a priori Feedback über die Anzahl Treffer pro Zeitfenster.
Das Ranking ist sozialer geworden und wertet nun, worüber aktuell auf Twitter und Blogs gesprochen wird, als Maß für die URL-Popularität.
Gibt noch viel zu verbessern und einige schwere Bugs … doch mir gefällt schon jetzt, wie die Suche einen lustigen Mix aus Relevanz und Serendipity liefert, abhängig vom gerade betrachteten Zeitfenster (aktuelle Lieblingssuche: youtube).
Riesendank geht an Buddy Michael Schürig für die Adaption des Rivva-Rank-Algos von Ruby nach SQL!
Ich liebe es ja, wenn ein Feature das Nächste ermöglicht und dieses ein Weiteres …
Zuerst hat das Crawlen aller verlinkten Seiten eine neue Art von "Echtzeit"-Index möglich gemacht. Aus dessen Strom von Aufmerksamkeitsdaten entstand dann die Idee für den Domain-Tracker. Dessen "Abfall"-Produkt war ein Seitenelement, das eigentlich nur die momentan am meisten verlinkten Artikel dieser Site auflistete.
Was aber, wenn man diese Listen wiederum aggregiert? Zum Beispiel unter den Top-Leitmedien?
Aus Ermangelung eines besseren Namens und mit noch viel zu viel "visuellem Noise": Newsroom
Personalisierbar? Wäre cool! Someday/maybe …
Welche Artikel interessieren jetzt gerade?
Backlinks + Backtweets einmal nach Domains aggregiert. Für die momentanen Leitmedien: SPIEGEL ONLINE, netzpolitik.org, heise online News, ZEIT ONLINE, FAZ.NET, Nerdcore, Indiskretion Ehrensache, Spreeblick, netzwertig.com, Stefan Niggemeier … und für 40.875 andere Websites. Schema: http://rivva.de/http://meine.domain.de
Alle Zitatstellen sind hervorgehoben + direkt verlinkt. Auch als Atom-Feed abonnierbar.
Nach Klick auf den Blognamen eines Beitrags, landet man künftig auf dieser neuen Seite, die in der Marginalienspalte auch die Stories mit der momentan größten Resonanz führt.
Die alten About-Seiten sind jetzt noch einfacher zu erreichen, indem man in der Browser-Adresszeile einfach "rivva.de/" vor die aktuelle URL stellt + Return tippt. Um selbst diese neun Zeichen zu sparen, gemütlich das Bookmarklet verwenden.
Wie alt ist ein Artikel eigentlich schon, wenn er von Rivva re-syndiziert wird? Dieser Frage wollte ich auf den Grund gehen und dieses Balkendiagramm kam dabei raus:

Die Metrik ermittelt die Anzahl y von Beiträgen pro x vergangene Stunden (gemessen für die letzten eintausend Stories).
Wie man sieht, werden viele Themen relativ schnell aufgegriffen. Unter vier Stunden für das Gros. Der Median liegt bei 14 Stunden. Deutlich zu erkennen ist auch, wann Blogger eigentlich schlafen. ;)
Bis Ende des Jahres möchte ich den Median auf sieben Stunden verbessern.
Dass Rivva nicht nur Blogs und Tweets, sondern auch alle verlinkten Seiten durchsucht, hat schon immens geholfen. Aktuelle Themen und Websites werden jetzt deutlich schneller gefunden.
Erster Prototyp der neuen "Echtzeit"-Suche: http://rivva.de/realtime/twitter
Gespeist aus den Twitter-/Blog-Links des Tages. Ab jetzt neue Standard-Suche von Rivva.