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Habe mich entschlossen: Werde den Rubikon überqueren und auf Suchmaschinentraffic verzichten. Danke an alle, die ihre Ideen dazu geteilt haben. Meine Argumentationskette geht so:

User Experience First

Wenn man Rivva als kleine Suchmaschine begreift, macht es überhaupt keinen Sinn, Suchmaschinenergebnisse in Suchmaschinenergebnissen zu aggregieren. Das ist einfach nur eine hundsmiserable User Experience.

User Engagement schlägt Page Impressions

Da Engagement Time die guten alten Page Views gerade als neuen Erfolgsmaßstab ablöst, stellt sich eh die Frage, wie viel Suchmaschinenbesucher, von denen die meisten in aller Regel sofort abprallen und nicht durchklicken, eigentlich grundsätzlich wert sind – v.a. für eine Site wie Rivva, die keine originären Inhalte produziert, sondern deren Wertschöpfung allein in der Content-Veredelung liegt.

Creating Passionate Users

Von allen fünf Sites, die ich mit Analytics tracke, weist Rivva die mit Abstand längsten Aufenthaltszeiten aus. Zu meiner Überraschung hat Robert Basic vor vier Wochen auch noch gebloggt, dass Rivva offenbar die ausdauerndsten Leser verschickt. Mein Fokus muss daher darauf ruhen, den Wert für die treue Leserschaft zu maximieren, die hier mit Leidenschaft mitliest, nicht für die treulosen Seelen, die Google mir zuzuschanzen versucht.

Ob diese Entscheidung nun Rivvas Todesurteil sein wird (vermarktungstechnisch) oder sie mich – im Gegenteil – auf neue, noch nicht eingetrampelte Pfade bringt … wir werden sehen. Eine Zeile HTML, die über die eine oder die andere Zukunft entscheidet, so sieht sie aus:

<meta name="robots" content="noindex,follow">

 

Ok, das ist doch mal ein Schritt!

Ich werd mal nen Artikel über Rivva schreiben und Rivva in die Blogroll aufnehmen. Wäre doch gelacht, wenn wir Blogger nicht mehr Traffic als das olle Google generieren könnten!

 

"User Engagement schlägt Page Impressions"

Dazu habe ich mal eine Frage: Ich lese RIVVA hauptsächlich über Bloglines und springe dann im Zweifelsfall direkt auf die von dir verlinkte "Drittseite". Eigentlich aber solltest du doch auch etwas davon haben - oder nicht?

 

rivva wird mir immer sympathischer :) auch wenn ich befürchte, dass Marnem falsch liegt was den Traffic anbetrifft, finde ich, dass es ein guter und nachvollziehbarer Schritt ist. Qualität rockt! Danke.

 

Dankeschön! :)

Moritz, wenn Dir der Feed ausreicht, ist doch prima. Mir selbst fehlt dort, wie sich Stories über den Tag hinweg entwickeln (lässt sich in der Änderungshistorie eines News-Feeds halt schlecht visualisieren). Und vom Feed erst auf Rivva und von dort weiter auf die entsprechenden Artikel zu verlinken (wie es z.B. Digg & Co. tun), käme schon gar nicht in Frage: lausige User Experience, außerdem bricht es den Schon-gelesen-Status des Feed-Readers.

Dein Klick auf interessante Artikel wird von Rivva jedoch in Form von anonymisierten Attention-Daten registriert und wirkt sich schlussendlich wieder auf die Titelseite aus. Von daher habe ich davon dann doch wieder was, nämlich eine Art Schwarmintelligenz.

 

Meine Meinung zu dem Thema kennst Du ja, aber trotzdem Hut ab vor dieser Entscheidung - es ist die einzig richtige!

 

Ich würde denken, dass sich Rivva auch anders als über PIs vermarkten lässt. On-site time ist doch kein schlechtes Metric. Könntest zB die bezahlten Anzeigen oder Jobpostings machen.

 
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