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Right here, right now

Kudos an David Troy für das wohl immer noch genialste Twitter-Mashup, Twittervision, der Idee hinter Rivvas Live-Map und meiner neuen Lieblingsseite.

1304 Geo-Tags

Rivva hat etwa die Hälfte seiner Quellen verorten können und spielt auf dieser Karte die News der vergangenen zwei Stunden an ihren Ursprungsorten ab.

Natürlich wäre es 100x interessanter, nicht den Ort der Quellen darzustellen, sondern den Ort der tatsächlichen Artikelinhalte, also einen Beitrag aus Hamburg über Berlin nicht "aus Hamburg", sondern "über Berlin". Topix ist ein solcher Dienst, der das (hyper)lokale Judo beherrscht, und das Training, das sie dort in die Erkennung von Ortsinformationen stecken, ist nicht von Pappe, für Rivva im Moment jedenfalls undenkbar.

Zur Privatsphäre

GANZ WICHTIG!!!! Wer nicht mit seinem Blog auf der Karte auftauchen möchte, bitte ich um eine kurze Email.

Die von Rivva verwendeten Geoinformationen entstammen entweder dem öffentlichen Impressum oder dem ausgelesenen ICBM-Tag Eures Blogs.

Ich verkaufe natürlich keine Adressen und Rivva speichert auch keine Adressen, lediglich deren Geokoordinaten werden gespeichert. Mir ist glasklar, dass die persönliche Adresse ein sensibles Datum ist und den Datenschutz erfordert. Comfort und Safety Zone aller betroffenen Personen gehören hier respektiert.

Deshalb möchte ich wiederholen: Wem die Karte zu weit geht, eine kurze Mail an mich reicht aus. Notfalls stehe ich natürlich auch telefonisch zur Verfügung: 0177 / 2343664. Ich möchte auf keinen Fall Streit und Ärger wegen einer blöden Karte. Danke im Voraus für jedes Feedback zu diesem Punkt!

Die Blogkarte

Ein Abfallprodukt der dynamischen Karte war die statische Blogkarte.

Eigentlich gibt es derer ja schon wie Sand am Meer. Die Möglichkeiten, darüber benachbarte Blogs zu finden, waren allerdings zu schön, um nicht wahrgenommen zu werden. Und irgendwie wurde die Karte dann zum wirklichen Star des Abends, denn fast paradoxerweise zieht gerade die statische Sicht natürlich diverse Interaktionselemente wie magnetisch an.

Zum Glück hab ich neulich auch endlich Joshua Porters vorzügliches Buch Designing for the Social Web gelesen. Und mit seiner AOF-Methode noch frisch im Kopf, sind viele meiner Überlegungen in die Fragestellung gewandert, was eigentlich meine sozialen Objekte sind, welche Nomen tauchen im Rivva auf und welche Verben müssen sie unterstützen.

Keine andere Rivva-Seite ist bisher so reich an Features – hervorheben möchte ich aber nur zwei:

Die Menge von Blog-Markern auf der Karte bringt die meisten Browser ziemlich ins Schwitzen. Safari/Webkit steckt die Interaktion mit der Google Map relativ gut weg. Firefox 2 dagegen kommt dabei schwer an seine Grenzen. Ob und inwieweit Internet Explorer mitspielt, konnte ich bisher leider nicht testen, hab nur Macs. Vielleicht hat ja jemand in den Kommentaren etwas dazu zu berichten … Dankeschön!

Der Geo-Crawl

Das Finden/Parsen/Geokodieren der Adressdaten war eine ziemliche Scheißarbeit. Jedes Impressum sieht anders aus. Ein Wildwuchs an URLs. Und keinerlei Konventionen. Bei nur 89 Blogs wurde Rivva bezüglich GeoURL oder Geo-Tag fündig. Die größte Enttäuschung war die Verbreitung von Mikroformaten. Alle Besitzer einer hCard dürfen in diesem Moment mal ganz fürchterlich stolz auf sich sein. Der Rest kann sich was schämen …

Die Planeten

Ein bisschen lokal darf es zum Ende dann aber doch noch werden.

Durch Getting Real hab ich mir angewöhnt, bei jedem neuen Feature die entstehenden Feature-Loops genauer zu betrachten: Welche weiteren Features würden durch dieses neue Feature ermöglicht? Welche vorhandenen Features hingegen wären überflüssig?

Das hat mich dann auf die Idee gebracht, Blogs nach Städten zu aggregieren. Bislang hab ich testweise nur Planets für Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart, Wien und Zürich angelegt. Ein Schwung weiterer Regionen soll folgen, sobald diese Neun weitestgehend entwanzt sind. GeoRSS kommt ebenfalls nach …

Dass zu viele gute Geschichten einfach am Rivva vorbeischwimmen, ist ein ungebrochener Kritikpunkt. Meine Hoffnung ist, den im Longtail verborgenen Schätzen mit dem heutigen Release ein wenig mehr Oberfläche zu schenken.

Ich war ja der Meinung, dass mein Baustellenschild gestern eigentlich schon alles erzählt hätte, worum es wohl gehen könnte. Richtig geraten hat allerdings nur das Tivoli-Blog. Glückwunsch an Dorin Popa + Verzeihung an alle für die längere Downtime.

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